Unter welchen Voraussetzungen ist eine „ökumenische Trauung“ möglich?

Das Kirchenrecht kennt den Begriff der „ökumenischen Trauung" nicht. Er hat sich allerdings eingebürgert und bezeichnet die Trauung eines Mitglieds
der römisch-katholischen Kirche und der evangelischen Kirche.
Für die Gestaltung solcher Zeremonien gibt es eine Vereinbarung der beiden Kirchen, die vier verschiedene Möglichkeiten vorsieht:

  1. Katholische Trauung durch einen katholischen Priester oder Diakon.
  2. Evangelische Trauung durch eine(n) evangelische(n) Pfarrer(in)
  3. Katholische Trauung durch einen katholischen Priester oder Diakon
  4. unter Mitwirkung eines (einer) evangelischen Pfarrers (Pfarrerin).
  5. Evangelische Trauung durch eine(n) evangelische(n) Pfarrer(in) unter
  6. Mitwirkung eines katholischen Priesters oder Diakons.

In den Fällen 2 und 4 ist für den katholischen Partner die Dispens von
der Verpflichtung auf die katholische Form der Eheschließung erforderlich.
Der Pfarrer der Wohnpfarre des katholischen Partners kann sie mittels
Formblatt A beim zuständigen Ortsordinarius einholen. Sie wird dann im Trauungsprotokoll vermerkt.


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